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Chippflicht - Homöopathie - Huforthopädie - Impfungen - Röntgen

Hufrehe - Trittverletzung -
septische Gonitis (infiziertes Kniegelenk)

Araber/Quarter/Haflinger-Mix, Wallach, 13 Jahre, unbeschlagen

19.05.2011 - erster Trim und Beginn der homöopathischen Behandlung

Das Pferd hatte im Juni 2010 nach einer Nacht auf der Koppel den ersten akuten Hufreheschub. Im März 2011 erfolgte ohne ersichtlichen Anlass ein zweiter Schub. Bisher befand sich das Pferd in schulmedizinscher Behandlung. Die Hufbeinrotation beträgt ca. 9°.

Hufe vor meiner Bearbeitung  Sohle vor meiner Bearbeitung

Die Hufe wurden vor ca. 2 Wochen von einem Hufschmied bearbeitet. Leider wurde zuwenig korrigiert und der Huf weist massiv hebelnde Wände auf. Ich habe es leider verabsäumt nach meiner Korrektur Fotos zu machen.

26.06.2011 - septische Knieverletzung

Das Pferd wurde von einem beschlagenen Pferd am linken Knie getreten - es ist nur eine kleine Wunde sichtbar. Am Tag danach ist das Bein stark geschwollen, es besteht eine hochgradige Berührungsempfindlichkeit und das Pferd läuft auf 3 Beinen. Bei der Untersuchung fällt auf, dass bei jeder Bewegung Gelenksflüssigkeit austritt. Dies bestätigt die Befürchtung - durch den Vidiastift am Hufeisen wurde das Gelenk eröffnet und das Kniegelenk infiziert.

Normalerweise würde man ein Pferd mit dieser Verletzung an eine Klinik überweisen. Unter Vollnarkose erfolgt eine Spülung des Gelenks mit anschließender antibiotischer Therapie. In manchen Fällen sind weitere Gelenksspülungen notwendig und in seltenen Fällen besteht sogar Grund zur Euthanasie. Die Kosten für eine Gelenksspülung in Vollnarkose würden sich auf ungefähr € 1.500,-- belaufen.

Auf Grund der Vorerkrankung (chron. Hufrehe mit mehreren akuten Schüben) bestanden jedoch Bedenken, ob das Pferd diese invasive Maßnahme hinsichtlich der Hufrehe unbeschadet bestehen würde. Nach langem Abwägen der Vor- und Nachteile, sowie der möglichen Risiken entschieden wir uns für eine ausschließlich homöopathische Behandlung.

Das Pferd erhielt um 18:00 3x im viertelstündlichen Abstand die Gabe der angezeigten homöopathischen Arznei in einer C30.

Bereits um 21:00 wird das Bein nicht mehr vollständig entlastet, sondern zögerlich aufgesetzt. Die rasche Besserung der Symptomatik ist typisch für akute Erkrankungen und ein Zeichen für die Wahl der richtigen Arznei. Trotzdem wurde zusätzlich ein Angussverband mit verdünnter Calendula-Essenz durchgeführt.

27.06.2011

Die Schwellung ist bereits soweit zurückgegangen, dass der Verband abgerutscht ist.

30.06.2011

Innerhalb von 4 Tagen ist die Schwellung vollständig abgeklungen. Ebenso die extreme Berührungsempfindlichkeit. Das Pferd zeigt eine starke Lahmheit, welche sich jedoch durch Bewegung stark bessert.

Auf Grund der neuen Symptomatik Wechsel der Arznei - angezeigte Arznei in einer C200

04.07.2011 - Renegade Pro Comp Glue on

Durch die starke Lahmheit wurden die Rehehufe stark überlastet. Um die Hufe zu entlasten und die Korrektur dieser zu beschleunigen wurden an den Vorderhufen Renegades Glue on geklebt. An den Hinterhufen war auf Grund des schmerzhaften Knies keine Bearbeitung möglich.

14.07.2011

Die Lahmheit hat sich gebessert, aber da sich die Pulsation der Mittelfußarterie wieder etwas verstärkt hat, wurde die vorhergegangene Arznei in einer C30 wiederholt.

19.07.2011

Nun ist endlich auch die Bearbeitung der Hinterhufe möglich. Am rechten Vorderhuf vermeidet das Pferd die Trachtenfussung - ev. ein beginnendes Hufabszess - eine Woche lang Gabe einer Niedrigpotenz.

28.07.2011 - lahmfrei

Die Besitzerin berichtet am Telefon, dass das Pferd lahmfrei ist und auf dem Auslauf galoppiert und buckelt wie seit langem nicht mehr... 4 Wochen nach der Trittverletzung!
Das Pferd wird langsam wieder antrainiert.

07.09.2011 - Renegades Hufschuhe

Nachdem nun die 2. Klebeperiode vorüber ist und sich der Huf gut erholt hat werden Renegades Hufschuhe angepasst.

Hufrehepferd mit Renegades

15.12.2011

Seit August 2011 wird das Pferd wieder ganz normal geritten (natürlich langsam antrainiert). Bei Ausritten werden die Renegades-Hufschuhe benutzt, am Platz läuft das Pferd barfusss. Kontrollröntgen ist im Frühling geplant.

Kadou März 2011 Kadou Dez 2011
Dieses Bild wurde kurz vor dem 3. akuten Hufreheschub aufgenommen. 15.Dez. 2011
Das Pferd läuft und läuft und läuft...

Achja... diese Art der Behandlung ist erlernbar und reproduzierbar ; )

Kosten der Behandlung der Knieverletzung(inkl. Sonntagszuschlag, Röntgen,...): ca. € 500,--
Die Kosten für die Rehebehandlung kann nicht genau beziffert werden, da diese noch andauert.

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